© 2011   Dipl.-Psych. Hans-Dieter Bläsing   I   Weinsberg  Interessante Themen Psychotherapeutische Praxis Dipl.-Psych. H.-D. Bläsing Weinsberg Depressionen > Depressionen mit und ohne Angstzuständen, depressive Verstimmungen Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. 16-20 Prozent aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens irgendwann   einmal depressiv. Die wichtigsten Anzeichen einer Depression sind Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit und vermin-  derter Antrieb. Recht häufig löst eine Depression weitere Symptome, auch körperliche Beschwerden aus, wie z.B. Schlafstörungen, Ängste, Selbstzweifel und Konzentrationsstörungen. 75 Prozent der Betroffenen haben neben der psychischen Erkrankung weitere Beschwerden. Neben körperlichen Erkrankungen wie Asthma   und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch begleitende psychische Störungen wie Angsterkrankungen, Essstörungen und Substanzmiss- brauch im Verlauf von Depressionen häufig zu beobachten.  Die für Depressionen in Frage kommenden Ursachen sind vielfältig.  Zu den möglichen Ursachen gehören biologische und psychologische   Faktoren. Zu den biologischen Faktoren gehören z.B. Besonderheiten im Aufbau und in der Aktivität des Gehirns, Besonderheiten im Hirnstoffwechsel sowie erbliche Ursachen: So sind zum Beispiel bei depressiven Menschen die Regionen im Gehirn, die für die Entwicklung von positiven   Gefühlen zuständig sind weniger aktiv, während die Hirnregionen, die an der Erzeugung negativer Gefühle beteiligt sind, überaktiv sind.   Auch Gehirnstrukturen, welche die Ausschüttung von Stresshormonen regeln, sind bei Depressionen überaktiv. Als Besonderheiten im Hirnstoffwechsels ist bei depressiven Menschen zu beobachten, dass die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin nur im geringen Ausmaß vorhanden sind. Diese auch als Neurotransmitter bezeichneten Botenstoffe spielen bei der Entstehung und Regulation von Gefühlen eine wichtige Rolle. Desweiteren geht man davon aus, dass Depressionen erbliche Ursachen haben können und das Risiko für eine Depression erhöht ist, wenn   nahe Verwandte bereits depressiv sind oder waren.     Auch die Lebensumstände und persönliche Faktoren können großen Einfluss auf die Entstehung von Depressionen haben. Häufige Auslöser   für Depressionen sind z.B. der Tod eines nahestehenden Menschen, Stress im Beruf, etc. Man geht davon aus, dass für eine Depression unter anderem auch psychologische Faktoren zugrunde liegen können. Dazu zählen z.B. in der Kindheit erworbene negative Denkmuster, negative Erfahrungen mit früheren Bezugspersonen (Missachtung durch die Eltern oder Gewalt).   Solche Erlebnisse führen häufig zu Gefühlen der Selbstablehnung und der Entwicklung eines negativen Selbstbildes. Häufig wird die Umwelt   misstrauisch und pessimistisch gesehen. In der Folge davon deuten Betroffene auch selbst neutrale Ereignisse als etwas Negatives und als Bestätigung ihrer pessimistischen Weltsicht. Neue positive Ereignisse, die nicht in das Wahrnehmungsmuster passen werden entweder gar nicht oder nicht als positiv wahrgenommen. Nicht selten spielt auch der Umgang mit Misserfolg eine Rolle bei der Entstehung von Depressionen. Häufig haben Betroffene vor der   Depression Situationen erlebt, in denen es nicht möglich war, die äußeren (Lebens-)Umstände aktiv zu beeinflussen. Das daraus entstehende Gefühl der Hilflosigkeit führt in der Folge zu einem passiven Umgang mit Problemen. Depressive Menschen haben das Gefühl ihr Leben nicht   aktiv positiv beeinflussen zu können.   Viele Menschen mit erhöhter Anfälligkeit für Depressionen neigen dazu bei negativen Ereignissen die Ursachen allein bei sich zu suchen. Dies geht einher mit einem hohen Maß an mangelndem Selbstwertgefühl. Betroffene suchen die Schuld für eine Situation allein bei sich, was zu einer hohen psychischen Belastung führt, fühlen sich aber in sich selbst wie erstarrt und nicht in der Lage ihr Leben selbst zu bestimmen. Behandlung Schulmedizin: Schulmedizinisch werden Depressionen in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Dabei besteht die medikamentöse Behandlung aus dem Einsatz sogenannter „Antidepressiva“. Häufig wird die medikamentöse Behandlung mit einer psychotherapeutischen Behandlung kombiniert.   Diese zielt darauf ab, das Leben der Betroffenen aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen. Zusätzlich sollen Strategien vermittelt   werden, die Menschen mit Depressionen dabei helfen sollen, wiederkehrenden Symptomen ihrer psychischen Erkrankung frühzeitig entgegen-  zuwirken. Die bei der medikamentösen Behandlung von Depressionen eingesetzten Antidepressiva sind aus schulmedizinischer Sicht deshalb wichtig, weil sie das Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe beeinflussen. Allerdings setzt die Wirkung dieser Medikamente erst nach zwei bis drei Wochen ein und führt in der Anfangszeit mitunter zu starken Nebenwirkungen wie z.B. verstärkte Müdigkeit, Übelkeit. Erst nach dieser Zeit kann festgestellt werden, ob das verabreichte Medikament gegen die Depression hilft.   Üblicherweise wird  die Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung der Antidepressiva überbrückt, indem Begleiterscheinungen wie z.B. Schlaf- störungen und Unruhe vorübergehend medikamentös mit sogenannten Benzodiazepinen behandelt werden.   Setzt nach zwei bis drei Wochen die Wirkung der Antidepressiva nicht ein oder lassen die Nebenwirkungen nach den ersten zwei bis drei Wochen nicht nach, ist die Behandlung mit einem anderen Antidepressivum sinnvoll. In der Praxis werden die Medikamente solange ein- genommen bis die Symptome der Depression abgeklungen sind und darüber hinaus, um aus schulmedizinischer Sicht Rückfälle zu vermeiden. Schulmedizinisch gesehen kann jedoch auch nach dem Absetzen der Medikamente die Depression erneut auftreten (sog. Rezidivierende Depression). Leichte und mittelschwere Depressionen werden üblicherweise in einer ambulanten Psychotherapie behandelt, während   besonders schwere Depressionen zumeist stationär behandelt werden. Eine depressive Episode dauert in der Regel etwa fünf Monate. Die   Zeit zwischen den depressiven Phasen beträgt durchschnittlich etwa 4-5 Jahre. Eine geeignete schulmedizinische Behandlung kann bis zu zwei Drittel der Depressionen weitgehend verbessern bis heilen. Das Risiko jedoch, dass eine Depression einen chronischen Verlauf nimmt, beträgt immer noch 10-20 Prozent. Etwa 15 Prozent der Betroffenen finden den einzigen Ausweg aus der Depression im Selbstmord. Behandlung Health Medicine: Mit Health Medicine werden die Ursachen einer Erkrankung behandelt und aufgelöst. Für Depressionen gibt es verschiedene Ursachen.   Selten ist die Ursache ausschließlich in äußeren Faktoren zu finden wie z.B. Stress im Beruf, in der Partnerschaft, etc. Häufiger sind es innere Faktoren oder eine Kombination aus inneren und äußeren Stressfaktoren. Im Health Coaching werden diese zumeist unbewussten   inneren Stressfaktoren aufgedeckt und aufgelöst, so dass der Klient selbst erkennt, warum er krank geworden ist. Während sich die Schulmedizin ausschließlich darauf konzentriert die ursächlichen körperlichen Symptome zu  behandeln, indem z.B. der Hirnstoffwechsel beeinflusst wird, konzentriert sich das Health Coaching darauf, die für Depressionen verantwortlichen unterschiedlichen   unbekannten Ursachen sichtbar zu machen und aufzulösen. Dazu gehören sowohl die Ursachen für die Depression, wie auch für den zu-  grunde liegenden fehlerhaften Hirnstoffwechsel, wie auch die Ursachen für die Begleitsymptome wie z.B. Selbstzweifel, Schlaflosigkeit, etc. Liegen noch andere schwerwiegendere Begleiterkrankungen wie z.B. Essstörungen, Angstzustände, Subtanzmissbrauch, etc. vor, dann werden auch diese Ursachen gleichzeitig im Health Coaching erkannt und aufgelöst. Im Gegensatz zur schulmedizinischen medikamentösen Behandlung, die mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen verbunden ist, ist die Behandlung mit Health Medicine als sanft und nebenwirkungs-  frei zu betrachten. Im Fall von schweren Depressionen kommen hier zunächst schulmedizinische Medikamente stabilisierend zum Einsatz, während gleichzeitig mit Health Coachings die unbekannten Ursachen erkannt und aufgelöst werden. Häufig jedoch kann schon im Verlauf   der Health Coachings die medikamentöse Behandlung bzw. der bisherige Einsatz von Antidepressiva deutlich reduziert werden.   Eine chronische Entwicklung der Depression kann durch die Behandlung mit Health Medicine vermieden werden, da in den Health Coachings   die Ursachen für die Depression erkannt und aufgelöst werden. Im Gegensatz zur schulmedizinischen Behandlung kann so nicht nur möglichen Rückfällen, sondern auch dem Problem der Symptomverschiebung vorgebeugt werden.     Bei depressiven Verstimmungen kann bei der Behandlung mit Health Medicine sehr häufig auf den Einsatz schulmedizinischer Medikamente ganz verzichtet werden.   Im Gegensatz zur Schulmedizin, die Depressionen in voneinander getrennten Vorgehensweisen entsprechend biologischer und psychologischer   Ursachen behandelt, behandelt die Health Medicine gleichzeitig alle für eine Erkrankung vorliegenden individuellen Ursachen. Sollten also auch   psychologische Ursachen für die Depression verantwortlich sein, so werden auch diese im Rahmen der Health Coachings erkannt und aufgelöst.   Dabei ist es für die Health Coachings an sich unwesentlich, ob dem Klienten die psychologischen Ursachen seiner Depression z.B. in Form von schlechten Erfahrungen in der Kindheit, etc. von vornhinein bekannt sind oder nicht.   Die besondere Wirkungsweise der Health Medicine ergibt sich auch daraus, dass im Gegensatz zur Schulmedizin, die die Behandlung körperlicher Symptome von der Behandlung psychischer Symptome trennt, die Behandlung mit Health Medicine beides miteinander vereint   und berücksichtigt. Im Gegensatz zur psychotherapeutischen Vorgehensweise, die versucht in Form von Gesprächen z.B. die schlechten Erlebnisse der Kindheit zu verarbeiten, konzentriert sich das Health Coaching darauf, nicht nur die bewussten negativen Erlebnisse der Kindheit, sondern vor allem   auch die unbewussten psychologischen Konflikte der Vergangenheit sichtbar zu machen und gleichzeitig aufzulösen. Das hat den Vorteil, dass sich damit im Gegensatz zur Psycho- oder Verhaltenstherapie, in der Betroffene mühsam lernen, ihre aus der Vergangenheit resultie- renden negativen Denk- und Verhaltensmuster bewusst in positive Denk- und Verhaltensmuster umzulenken, auch festsitzende negative   Denk- und Verhaltensstrukturen sich mitauflösen und nun mühelos verändern lassen.   So kommt es, dass in der Folge der Health Coachings der Klient eine deutliche Besserung seiner Symptome und aller Begleitsymptome bis hin zum vollständigen Verschwinden erfährt und gleichzeitig in der Lage ist aktiv stressinduzierende und krankmachende Verhaltensweisen und äußere Lebensumstände positiv zu verändern.   80% der so behandelten Klienten erfahren nach ca. 5 Sitzungen eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden. Falls notwendig wird das Health Coaching durch begleitende Behandlungen ergänzt, wie z.B. Massagen, Lymphdrainagen und Entspannungsübungen, die erst jetzt in Kombination mit der Auflösung der Krankheitsursache im Health Coaching ihre Wirkung entfalten können. Die Kosten für diese Zusatz- behandlungen werden teilweise von den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen übernommen.